Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit dem Jahr 2013 außerschulische Projekte der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche. Das Förderprogramm dazu „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ läuft zunächst bis zum Jahr 2022 und ist bereits, mit Beschluss vom 22.7.21, um weitere 5 Jahre verlängert worden (2023-2027).

Quelle des Textes (www.buendnisse-fuer-bildung.de/ ) Gegenstand der Förderung sind außerschulische Bildungsangebote, insbesondere der kulturellen Bildung, die sich an die Zielgruppe (bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren ) des Programms richten. Geförderte Projekte werden von Bündnissen für Bildung umgesetzt, d. h. von in der Regel lokalen Kooperationen von wenigstens drei Akteuren aus Kultur, Bildung und Sozialarbeit.

(siehe Infoblatt „‚Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung‘ (2023 bis 2027): Abgrenzung zum Schulunterricht und Integration in den Ganztag“ unter www.buendnisse-fuer-bildung.de)

Damit leistet das BMBF einen wichtigen Beitrag, um den Zusammenhang zwischen der sozioökonomischen Situation der Familie und dem Bildungserfolg der Kinder abzuschwächen. Diese Angebote ermöglichen in besonderem Maße gesellschaftliche Teilhabe und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten.

Das BMBF verfolgt mit dieser Richtlinie die folgenden förderpolitischen Ziele:

  • Förderung von Projekten der außerschulischen kulturellen Kinder- und Jugendbildung für von Risikolagen betroffene Kinder und Jugendliche, um einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit zu leisten und somit bestehende soziale Ungleichheiten zu verringern,
  • Förderung des zivilgesellschaftlichen, ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements,
  • Förderung des Wissenstransfers und der Vernetzung auf lokaler Ebene.

Durch die Teilnahme an den Projekten in außerschulischen Lernumfeldern sollen Kindern und Jugendlichen, die von Risikolagen betroffen sind, vielfältige Entwicklungschancen eröffnet werden. Diese Entwicklungschancen beinhalten beispielsweise:

  • die Ausbildung ästhetischer Wahrnehmungsfähigkeiten und gestalterischer Fertigkeiten, die Erweiterung kreativer Ausdrucksmöglichkeiten,
  • die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und sozialer Kompetenzen, wie etwa die Stärkung von Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeitsüberzeugung, Ausdauer und Eigenmotivation,
  • die Schaffung von Freiräumen für spielerisches und motiviertes Lernen mit anderen durch die Merkmale der Handlungs- und Subjektorientierung, der Freiwilligkeit und Ganzheitlichkeit bei gleichzeitig partizipativer Methodik,
  • die Eröffnung neuer Weltzugänge und die Auseinandersetzung mit Vielfalt,
  • die Erschließung neuer Lern- und Wirkungsorte.

Zu förderungswürdigen Formaten auf lokaler Ebene können u. a. gehören:

  • Kurse, Workshops, Schnupperangebote und Ergebnispräsentationen (einmalig oder regelmäßig),
  • Ferienfreizeiten (ein- oder mehrtägig, mit oder ohne Übernachtung), oder
  • Mentoring und Peer-to-peer-Programme.

Beispiele (Quelle: kulturmachtstark-sh.de)

Filme drehen, Breakdance lernen, Zirkusübungen einstudieren, Theater spielen, Graffitis sprühen, Computerspiele entwickeln – das Spektrum der förderfähigen Projekte ist enorm: Insgesamt 29 Programmpartner setzen das Programm des BMBF um und haben in diesem Rahmen jeweils ein eigenes Förderkonzept erstellt; dabei wird die gesamte Bandbreite kultureller Bildung abgedeckt. Ebenso breitgefächert wie die geförderten Kulturbereiche (Alltagskultur, Angewandte und Bildende Kunst, Digitale Medien, Film, Literatur/Lesen, Museum, Musik, Spielkultur, Tanz, Theater, Zirkus) sind die möglichen Projektformate wie beispielsweise Schnuppertage, Wochen- und Halbjahreskurse, Ferienfreizeiten und Workshops.

Die Schritte, um Fördermittel zu erhalten:

  1. Bündnispartner finden und Bündnis für Bildung (lokal) gründen (mindestens drei Partner)
  2. passenden Förderer finden
  3. Antrag stellen
  4. Bewilligung des Antrages
  5. Bildungsangebote durchführen
Die Bündnisse für Bildung sollen nachhaltig wirken
Mit den Bündnissen für Bildung entwickeln sich Netzwerke vor Ort, die auch langfristig in der Förderung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher wirksam bleiben und zu einer Ausweitung zivilgesellschaftlichen Engagements beitragen sollen.

Es gibt 29 Förderer und Initiativen im Rahmen von KulturMachtStark, welche bundesweit agieren.

Welche das sind und ein Überlick über deren Programme, stehen hier: https://kumasta.buendnisse-fuer-bildung.de/foerderfinderangebote/

Im Rahmen von „Aufleben nach Corona“ zum Baustein 4 (AktionZukunft) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hat die DKJS das Förderprogramm AUF!leben – Zukunft ist jetzt aufgelegt. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich für Bildungserfolg und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen ein. Jedes Kind soll seine Potenziale und Talente entdecken und entfalten können.

Mit dem Programm „AUF!leben – Zukunft ist jetzt“  unterstützt die DKJS und alle zukünftigen beteiligten Träger und Vereine bundesweit Kinder und Jugendliche dabei, die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen und Alltagsstrukturen und -erfahrungen zurückzugewinnen. Dafür stehen 83 Mio. Euro im Zukunftsfonds mit rund 15 Mio. in 2021 und rund 68 Mio. in 2022 zur Verfügung.

Antragstart:

Ab voraussichtlich Anfang September bis zum 31. Oktober 2021 können Anträge für Projekte eingereicht werden, die im Jahr 2021 starten. Ab 1. Dezember können Projekte beantragt werden, die im Jahr 2022 starten.

Wer kann einen Antrag stellen?

Gemeinnützige Körperschaften (z.B. Verein, gGmbH) und juristische Personen des öffentlichen Rechts (z.B. kommunale Gebietskörperschaften wie etwa Gemeinde, Kreis als Träger von Schulen, Kitas, Jugendclubs und anderen öffentlichen Einrichtungen für Kinderund Jugendliche)

Die aus dem Zukunftsfonds geförderten Projekte sollen (in)direkt …

  • Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsbildung begleitet und insbesondere ihre Resilienz, emotionale Stabilität und Selbstwirksamkeit fördern,
  • auf mindestens zwei weitere Förderziele ausgerichtet sein,
  • sich an Kinder und Jugendliche richten, mit besonderem Fokus auf diejenigen, die in Risikolagen aufwachsen, sich an Übergängen befinden und/oder besonders von den Folgen der Pandemie betroffen sind
  • im außerunterrichtlichen Bereich wirken,
  • sich am Sozialraum und den Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen orientieren, d. h.
    • aus der Sicht der Kinder und Jugendlichen entwickelt werden,
    • deren Interessen und Themen entsprechend einbeziehen sowie
    • Mitbestimmung ermöglichen,
  • überzeugende Ansätze haben, wo und wie sie ihre Zielgruppen erreichen, ansprechen und motivieren,
  • möglichst zugangsoffen und niedrigschwellig gestaltet werden.

Es gibt 8 Förderkategorien!

  1. Impuls
  2. AlltagPlus
  3. Kompakt
  4. Qualifizierung
  5. Mentoring
  6. Flex
  7. Transfer
  8. Umsetzungspartner

 


Projektbeispiele siehe PDF: https://www.dkjs.de/fileadmin/Redaktion/Dokumente/programme/Beispielprojekte_fuer_Foerderkategorien_AUFleben.pdf

FAQ: https://www.dkjs.de/fileadmin/Redaktion/Dokumente/programme/FAQ_Zukunftsfonds_Aufleben.pdf

Fragen / Kontakt: aufleben@dkjs.de

In diesem Blogbeitrag erfahren gemeinnützige Organisationen, welche Fördermittel es vom D-S-E-E, der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, im Rahmen von „Aufholen nach Corona“ gibt. Das Programm heißt: ZukunftsMUT (Foto: D-S-E-E)

Website: https://D-S-E-E.de u/o https://www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de

Projektlaufzeit: Handlungsfeld A und B bis 31.12.21 und C bis zum 31. Dezember 2022

Fristen:

  • Die Antragstellung in den Handlungsfeldern A und B ist bis einschließlich 15. August 2021 möglich,
  • die Antragsfrist für das Handlungsfeld C endet am 15. September 2021.
  • ein Entscheid geht innerhalb von 6 Wochen ein
  • Projektende und Förderende sind gleich (31.12.21 bzw. 22)

Dokumente, welche mit eingereicht werden müssen:

  • Satzung / Gesellschaftervertrag
  • Vereinsregisterauszug / Handelsregisterauszug/Vertretungsbescheinigung der Stiftungsaufsicht bei Stiftungen oder Vertretungsvollmachten
  • Aktueller Freistellungsbescheid des zuständigen Finanzamtes

Fördermittel-Empfänger können sein: Gemeinnützige im Sinne der §§ 51 ff. Abgabenordnung (AO) juristische Personen des öffentlichen Rechts und des privaten Rechts und deren Zusammenschlüsse, also > Vereine, Stiftungen und Kirchengemeinden. Aber KEINE Parteien, Städte, Gemeinden, Kreise.

Die Bewilligung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege einer Anteilsfinanzierung.

Förderbeiträge/-höhe: Je nach Handlungsfeld a, b oder c zwischen 5.000 und 150.000 €

Eigenanteil: 10 / 20 / 30 % je nach Förderbeitragshöhe

Anzahl Anträge pro Organisation: maximal ein Antrag im Rahmen des gesamten Förderprogramms

Förderziele/-handlungsfelder:

a) Strukturstärkung von bürgerschaftlichem Engagement und Ehrenamt für Kinder, Jugendliche und Familien in strukturschwachen und ländlichen Räumen (Link zur Prüfung des PLZ-Gebiets) > max. 15.000 €

b) Stärkung von Innovationen zum Aufholen pandemiebedingter Rückstände bei Kindern, Jugendlichen und Familien (Freizeittreffs, lokale Beteiligungsangebote oder neue Lern- und Freizeitangebote vor Ort) > max. 15.000 €

c) Unterstützung bei der Verbreitung sozialer Innovationen für Organisationen, die bereits innovative Maßnahmen durchführen > max. 150.000 €

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Projekte in den Handlungsfeldern A und B bis zum Jahresende abgeschlossen sein und die Mittel aus Zuwendungen der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt bis spätestens zum 15. November 2021 abgerufen werden müssen.

Förderfähige Kosten für a und b:

  • Sachausgaben wie
    • Anschaffungen (z.B. Materialien, Lernmittel, IT)
    • Veranstaltungskosten (z.B. Mieten, Verpflegungskosten)
    • Reisekosten nach Bundesreisekostengesetz
    • kleine Präsente und andere Formen der Anerkennung von bürgerschaftlichem Engagement und Ehrenamt (max im Wert von 20,Euro pro Person)
    • teilw. Aufwendungen im Rahmen von Werkund Dienstverträgen (z.B. Honorare oder Personalkosten)

Förderfähige Kosten für c:

  • Sachausgaben für
    • die Ausweitung des Angebots auf neue Standorte, neue Zielgruppen oder die für Digitalisierung
    • Materialien für die Projektumsetzung, Hard- und Software
    • Druckkosten für Transferhandbücher
    • Kosten für die Kommunikation an Standorten
  • Honorare und Entgelte (nicht höher als Gehälter im Rahmen der Entgelttabelle des TVÖD-Bund)

    • insbesondere für Kommunikationsmaßnahmen, Programmierung, Design und Beratung
    • Personalkosten für die beantragten Maßnahmen.
  • Veranstaltungskosten
    • Mieten, Verpflegungskosten 
    • Schulungen
    • Reisekosten nach Bundesreisekostengesetz
  • Begleitende Qualifizierungsangebote
    • insbesondere Coaching, Fortund Weiterbildungsangebote
    • Unterstützungsmaßnahmen für Organisations-Entwicklung
  • Verwaltungskostenpauschale in Höhe von 10 %

Wichtig bei Honoraren & Fremdkosten: Das wirtschaftlichste Angebot in einem Vergabeverfahren ist dasjenige mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben dem Preis können hier auch andere Auswahlkriterien (beispielsweise Sozial- und Nachhaltigkeitsaspekte, Qualität, Lieferzeit u. a. m.) im Vorfeld definiert und bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Mittelverwendung:

  • Der Mittelabruf wird vorab digital über (Link folgt später) eingereicht und muss anschließend innerhalb von sieben Werktagen rechtsverbindlich unterschrieben postalisch an die DSEE gesandt werden.
  • es können mehrmals während der Projektlaufzeit die Fördermittel abrufen.
  • letzter Mittelabruf im Kalenderjahr muss spätestens am 15. November erfolgen.
  • Abgerufene Mittel müssen innerhalb von 6 Wochen nach Zahlungseingang verausgabt werden.

Link zur Förderrichtlinie (PDF): https://www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de/wp-content/uploads/2021/07/Richtlinie_ZukunftsMUT.pdf

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich digital über folgende Internetseite: https://foerderportal.d-s-e-e.de/

 

Lieben Dank an RENN / RNE! Das Kijuaa.de Projektteam und die Sii-Kids & -talents e.V. Mitglieder freuen sich sehr über die wunderbare Auszeichnung beim „Projekt Nachhaltigkeit“! Den Corona-Folgen bei Kindern & Jugendlichen nachhaltig zu begegnen ist unser Anliegen; ebenso wie Nachhaltigkeits-Workshops & -Events durchzuführen.

Die Auszeichnung „Projekt Nachhaltigkeit“ prämiert Projekte, die sich herausragend und wirksam für eine Nachhaltige Entwicklung engagieren. In Kooperation mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) verleihen die vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) auch dieses Jahr wieder den Preis an 40 Gewinner:innen, die von einer Jury aus Nachhaltigkeits-Expert:innen  ausgewählt wurden. Zum ersten Mal wurden auch vier Beiträge in der Sonderkategorie Foto prämiert. Die Gewinner:innen werden detailliert unter: www.projektnachhaltigkeit.renn-netzwerk.de aufgelistet. Eine Presse-Info befindet sich auf der Website des Nachhaltigskeitsrats. Die Gewinnerprojekte erhalten neben einer Förderung (1.000 EUR) den Zugang zum bundesweiten RENN-Netzwerk um neue Impulse zu erhalten und ihre Projekte sichtbarer zu machen.

„Kijuaa.de“ ist 1 von 10 ausgezeichneten Projekten der Region Nord, dabei 1 von 3 aus Schleswig-Holstein.

Mit dem Motivations-Kanal Kijuaa.de möchte der Trägerverein Sii-Kids & -talents e.V., welcher vom Deutschen Kinderhilfswerk unterstützt wird, Kindern & Jugendlichen helfen, raus aus der Lockdown-Krise (mit Depressionen, Mediensucht, etc), wieder rein in die Aktivität zu kommen.

Dafür werden corona-konforme Aktivitäten angeboten, wie zum Beispiel Sport und Gruppen-Ausflüge, Events, sowie Online- & Live-Workshops, etc. Dabei sind auch Nachhaltigkeits-Themen, wie z.B. Kochen mit Foodsharing-Lebensmitteln und DIY-Upcycling, ebenso wie der, im Vorjahr ausgezeichnete „Media4Teens – digitale Bildung mit Nachhaltigkeits-Themen“ vom sii-kids & -talents e.V. Der Preis war Corona-bedingt erst im Dezember 2020 im Reinfelder Rathaus überreicht worden – siehe Blogbeitrag mit Video-Botschaft von Minister Albrecht.

Grund für die Entwicklung von Kijuaa.de:

Menschliches Wohlbefinden konnte es aufgrund der Corona-Lockdowns insbesondere für Kinder und Jugendliche schwer geben; insbesondere wo die Familien-Situation sehr angespannt war – ggf. getoppt durch knappe finanzielle Mittel.

Homeschooling, immer öfter Medien & Internet nutzen, Zuhause alleine sitzen; keine Freunde treffen, kein Sport, kein nichts – das macht krank, körperlich und seelisch: Rückenschmerzen, Gewichtszunahmen, Frust und Angst, Einsamkeit und psychische Erkrankungen (Depression, Computer-/Mediensucht, u.a.) sind die Folgen der Lockdowns bei Kindern und Jugendlichen. Betroffen sind ganz Viele – Millionen! Das kijuaa-Team, und eine Allianz von weiteren Beteiligten, möchte Kinder und Jugendliche wieder motivieren, aktivieren und dabei helfen, dass sie in eine lebendige, gesunde Lebenswelt zurückkehren können.

Dem Kijuaa-Team geht es überwiegend um menschliches Wohlbefinden und soziale Gerechtigkeit und hat folgende Nachhaltigsziele / SDG´s besonders im Fokus:

3. Gesundheit und Wohlergehen
10. Weniger Ungleichheiten
16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Im Rahmen des Bundesprogramms „Aufholen nach Corona“ sowie „Kultur-Macht-Stark“ wird bald Vieles dahingehend möglich sein! Hierzu steht bald mehr im Blog auf sii-kids.de sowie kijuaa.de.

Kinderrechte ins Grundgesetz

Kinderrechte ins Grundgesetz

Das Gesetzesvorhaben, Kinderrechte endlich ins Grundgesetz aufzunehmen, ist am Montag gescheitert. In den insgesamt 10 Verhandlungen zwischen Union, SPD, Grünen und FDP konnten sich diese nicht auf einen Wortlaut einigen.

Vom Ziel her einig, aber nicht über Formulierung.

Mit Blick auf das Ziel waren sich die Koalitionsfraktionen und die Opposition weitgehend einig gewesen. In das Grundgesetz sollte ein neuer Passus eingefügt werden, der den ausdrücklichen Schutz der Rechte von Kindern festschreiben sollte – etwa auf die Entwicklung zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten und auf die besondere Berücksichtigung ihres Wohls. Streit gab es hingegen in der Frage, wie weit diese staatlich garantierten Rechte reichen sollten, ohne die Rechte der Eltern einzugrenzen.

Die Regierung hatte den Gesetzentwurf anfang des Jahres auf den Weg gebracht. Noch im Januar vermeldete Justizministerin Lambrecht Einigung zwischen Union und SPD: nach dem Willen der Regierungskoalition sollten die Rechte von Kindern ausdrücklich im Grundgesetz verankert werden. Diese Verankerung ist nun gescheitert.

Für eine Änderung des Grundgesetzes ist eine Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat erforderlich. Deshalb waren auch Oppositionsfraktionen an den Verhandlungen beteiligt.

Die Parteien machen sich gegenseitig Vorwürfe.

Justizministerin Lambrecht (SPD) hatte gesagt, sie sei »zutiefst enttäuscht« von dem Scheitern der Verhandlungen. Lambrecht warf der Union einen mangelnden Willen zur Einigung vor. Sie bedaure, »dass der Streit über Detailfragen eine Einigung bei diesem so wichtigen Vorhaben verhindert« habe. Die Gelegenheit dazu werde »so schnell nicht wiederkommen«. In dieser Legislaturperiode sehe sie dafür keine Chance mehr.

Kinder hatten auch in der Corona-Zeit eine schwache Lobby > Grundlegende Kinderrechte wurden immer wieder bei den Lockdows missachtet. Zum Beispiel ihr Recht auf Bildung, sowie ihr Rechte auf Freizeit, Spiel und Erholung.

Mehr über Kinderrechte ist auf der Website des Deutschen Kinderhilfswerks zu lesen – Link dorthin.

Erklärung dazu vom DKHW:

Während der Corona-Pandemie wurde das Leben von Kindern und Jugendlichen massiv beschnitten – das hat negative Folgen. Nun will ein bundesweit aufgestelltes Team rund um den Verein sii-kids & -talents e.V. mit seiner Initiative „Kijuaa.de“ dem Nachwuchs helfen. Erster Unterstützter ist das Deutsche Kinderhilfswerk (Berlin).

Raus aus der Krise, rein in die Aktivität! Kijuaa.de ist eine Online-Plattform mit Kinder- & Jugend-Aktivitäten wie z.B. Online-Kursen & Workshops, Live-Events & Ausflügen. Deutschlandweit. Kijuaa ist damit indirekt ein Motivationskanal und hilft Kindern & Jugendlichen dabei, aus der Lockdown-Mediensucht- & Depressionsfalle wieder herauszukommen. Dafür bieten viele verschiedene Akteure Corona-konforme Aktivitäten an – jetzt und auch in Zukunft. Kijuaa soll auf Dauer bleiben! Aktivitäten sind corona-konforme Freizeit- und Ferienangebote (ausserunterrichtlich und ausserschulisch).

„Dieses Projekt hat uns total überzeugt, deshalb fördern wir den Verein sii-kids & -talents e.V. sehr gerne. Die Corona-Pandemie hat die Kinder und Jugendlichen besonders hart getroffen, jetzt hoffen wir, dass möglichst viele Kids bald wieder Licht am Ende des Tunnels sehen“, sagt Uwe Kamp, Sprecher des Deutschen Kinderhilfswerkes.


Anbieter von Events, Workshops, Ausflügen, etc. werden gesucht!

Dies können jegliche Institutionen der Kinder- & Jugendarbeit sein, sowie Sportvereine, Tanzschulen, freie Referenten aus der Nachhaltigkeits-Branche, Action- & Abenteuer-Anbieter z.B. Kletterparks, Kanu-Center, etc., Künstler & Musiker, Therapeuten & Coaches, sowie Anbieter mit Schnupperkursen für Ki/Ju zum Beispiel ADAC Trainingsplätze und Golfclubs, und viele Weitere.

Neben dem guten Zweck, den sie leisten, profitieren Anbieter selbst durch den Werbeeffekt, der entsteht, wenn sie auf Kijuaa.de als Anbieter gelistet sind. Eventuell finden sie auch neue Mitglieder dadurch. Außerdem ist auf Kijuaa.de eine Corona-konforme Anmeldung von Teilnehmern möglich, ohne dass Anbieter selbst ihre Website dafür herrichten müssen.


„Möglicherweise haben die Lockdowns den  Kindern und Jugendlichen bereits nachhaltig geschadet …  Mit Kijuaa möchten wir ihnen Alternativen zu Computerspielen, etc. anbieten, um ihre psychische und körperliche Gesundheit zu stärken!“, sagt Susanne Braun-Speck, Kijuaa-Konzeptentwicklerin und Vorsitzende des sii-kids & -talents e.V.


Wie solche Anbieter sich auf Kijuaa registrieren und wie sie dort Aktivitäten anlegen können, steht auf der Website unter FAQ / Anleitungen. Link: https://kijuaa.de/faq/

Die Folgen der Corona-Lockdowns für Kinder & Jugendliche aufzuarbeiten und wieder gutzumachen, wird eine gesellschaftliche Herausforderung werden! Mit Kijuaa gehen wir einen der möglichen Wege – dafür suchen wir dringend weitere finanzielle Unterstützung. Erste Hilfe bekamen wir bereits vom Deutschen Kinderhilfswerk und einigen privaten Spendern.

Seit März 2020, seit 15 Monaten, sitzen Kinder und Jugendliche ewig Zuhause, das oft allein und/oder von Familienstress und Ungewissheiten geprägt. Das macht krank – körperlich und seelisch! Rückenschmerzen, Gewichtszunahmen, Frust und Angst, Einsamkeit und psychische Erkrankungen wie Depressionen, sowie Computer- und Mediensucht sind einige der Folgen.

Die negativen Folgen für Kinder & Jugendliche sind so dramatisch, dass die Bundesregierung das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ auf den Weg gebracht hat  – irgendwann fließen dafür auch finanzielle Mittel. Das Aktionsprogramm* hat vier Säulen. Die dritte Säule – Ferienfreizeiten und außerschulische Angebote – entspricht dem Konzept von Kijuaa!

Ab wann, mit welchem administrativen Aufwand und ob überhaupt Initiativen wie Kijuaa diese Mittel beantragen können, ist noch offen. Klar ist nur, das läuft über die einzelnen Bundesländer und wird nicht jetzt und heute sein. Aber: Jetzt brauchen unsere Kinder und Jugendliche Hilfe. Jetzt. Deshalb:

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Helfen Sie Kindern & Jugendlichen raus aus der Krise, rein in die Aktivität zu kommen!

  • Dazu gibt es eine Crowdfunding-Kampagne auf Betterplace, siehe Link
  • per Paypal kann auch einfach an spenden@sii-kids.de gespendet werden (das geht OHNE eigenes Paypal-Konto).
  • Weiterhin steht unser Sii-Kids-Vereinskonto bei der Sparkasse Stormarn dafür bereit > IBAN: DE08 2135 2240 0179 0942 14 – BIC: NOLADE21HOL

Werden Sie Lobbyist für Kinder & Jugendliche in der Corona-Pandemie!

Während der Corona-Pandemie wurde das Leben von Kindern und Jugendlichen massiv beschnitten – das hat negative Folgen. Nun will ein bundesweit aufgestelltes Team rund um den Verein sii-kids & -talents e.V. aus Reinfeld (Holstein), mit seiner Initiative „Kijuaa“ dem Nachwuchs helfen. Viele weitere Akteure und Anbieter aus der Kinder- und Jugendarbeit werden dafür gesucht. Erster Unterstützter ist das Deutsche Kinderhilfswerk (Berlin).

presseinfo kijuaa sii-kids

Homeschooling, dauernd digitale Medien nutzen, in Gruppenchats und Videokonferenzen sitzen, im Internet surfen, bei PC-Spielen die Zeit vergessen, dabei Zuhause sitzen. Ständig sitzen. Hinzu kommen arbeitslose und besorgte Eltern, einsame, traurige Großeltern, geschlossene Geschäfte und keinerlei Freizeit-Aktivitäten, kein Sport, kein Nichts – selbst Treffen im kleinen Freundeskreis ist verboten. Außerdem gibt es abgebrochene Studiengänge und Ausbildungsbetriebe, die Azubis nachhause schicken und/oder in 2021 keine neuen einstellen – was macht all das mit Kindern und Jugendlichen?

Was machen die Corona-Lockdowns und die Kita- und Schulschließungen mit ihnen?

Nichts Gutes, das steht fest. Das ewige zu Hause sitzen, das oft allein und/oder von Familienstress und Ungewissheiten geprägt, macht krank – körperlich und seelisch! Rückenschmerzen, Gewichtszunahmen, Frust und Angst, Einsamkeit und psychische Erkrankungen wie Depressionen, sowie Computer- und Mediensucht sind einige der Folgen. Diverse Studien belegen mittlerweile, wie schlimm es ist. Aussagen und Weblinks dazu sind im Blog von kijuaa.de zu finden.

Nicht umsonst hat die Bundesregierung das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ auf den Weg gebracht und am 7. Mai offiziell bekannt gemacht. Das in Höhe von 2 Mrd. Euro in den Jahren 2021 / 2022 zum Abbau von Lernrückständen (1 Mrd. Euro) und zur Förderung frühkindlicher Bildung, für Freizeit, Ferien- und Sport-Aktivitäten sowie für die Begleitung von Kindern und Jugendlichen im Alltag und in der Schule (1 Mrd. Euro).

Das Aktionsprogramm* hat vier Säulen. Die dritte Säule – Ferienfreizeiten und außerschulische Angebote – entspricht zufällig dem Konzept von Kijuaa!

Die Idee dazu hatte die Vorsitzende des sii-kids & talents e.V. aus Reinfeld (Holstein) Susanne Braun-Speck Anfang März 2021. Vom 19.-21. März nahm sie damit beim Hackathon von Update-Deutschland* teil und fand dabei ein Team: Mit dabei sind jetzt Claudia Hennig aus München, Pati Keilwerth aus Berlin und Joana Piron aus Darmstadt. Damit ist Kijuaa jetzt bundesweit aufstellt!

Unterstützung bekam das Team bereits vom Deutschen Kinderhilfswerk aus Berlin, welche die finanziellen Mittel für Fremdkosten zur Verfügung stellt. Fremdkosten sind insbesondere Rechtsanwaltsgebühren sowie Plugin-Lizenzen für die Website-Entwicklung. Die Entwicklung der Website übernimmt, wie immer bei Projekten des sii-kids & -talents e.V., die Vorsitzende Braun-Speck selbst.

„Dieses Projekt hat uns total überzeugt, deshalb fördern wir den Verein sii-kids & -talents e.V. sehr gerne. Die Corona-Pandemie hat die Kinder und Jugendlichen besonders hart getroffen, jetzt hoffen wir, dass möglichst viele Kids bald wieder Licht am Ende des Tunnels sehen“, sagt Uwe Kamp, Sprecher des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Kijuaa ist eine Online-Plattform und versteht sich als Motivationskanal, welcher Kindern & Jugendlichen dabei helfen soll, aus der Lockdown-Mediensucht- & Depressionsfalle wieder herauszukommen. Dafür bieten viele verschiedene Akteure Corona-konforme Aktivitäten an – jetzt und auch in Zukunft. Kijuaa soll auf Dauer bleiben!

Aktivitäten sind Freizeit- und Ferienangebote als (Online-) Kurse und (Live-) Events, Ausflüge, etc., die selbstredend Corona-konform durchgeführt werden. Dazu gibt es auf der Kijuaa-Plattform auch die Möglichkeit, Gesundheits-Formalien per Mausklick auszuwählen.

„Mit Kijuaa versuchen wir das zu tun, was Therapeuten mir mal geraten haben: Kindern und Jugendlichen Perspektiven bieten und immer wieder Etwas anbieten, anbieten, anbieten – in der Hoffnung, dass sie anbeißen und wieder aktiv werden, anstatt computer-/mediensüchtig und/oder depressiv im Kinderzimmer zu sitzen. Wir wünschen uns, sie aus der Krise, wieder rein in die Aktivität zu bekommen! Unsere Mission, unser Ziel für 2021 ist, Kindern & Jugendlichen den Sommer ihres Lebens zu ermöglichen. Das mit Hilfe vielen, vieler Akteure und Anbieter aus der Kinder- und Jugendarbeit in ganz Deutschland!“ erzählt Susanne Braun-Speck stellvertretend für das Team.

Erfreulicherweise hat SH für Kinder- und Jugendliche ab 17. Mai bereits Lockerungen geplant! Ab da an ist in Schleswig-Holstein zum Beispiel draußen, im Freien, wieder Kontaktsport erlaubt. Das in Gruppen bis zu 10 erwachsenen Personen oder 20 Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Entscheidend dabei: Die Jugendsport-Ausnahme wird bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres ausgedehnt – das war bisher anders. Bisher wurden 15+jährige bei Corona-Regeln wie Erwachsene behandelt, was dazu führte, dass sie eigentlich nichts durften. Damit steht den Aktivitäten von Kijuaa und all seinen Anbietern und Akteuren nichts mehr im Wege.

Akteure aus der Kinder- & Jugendarbeit werden jetzt gesucht!

Dies können beispielsweise Sportvereine, Tanz- sowie Surf- & Segel-Schulen, Reit- und Hundeschulen, Action- & Abenteuer-Anbieter z.B. Kletterparks, Kanu-Center, etc., Künstler & Musiker, Gemeinden (Bauhöfe, Ki/Ju-Vertretungen), Institutionen der Kinder- & Jugendarbeit, Therapeuten & Coaches sowie Jugendpresse & andere Jugendvereine, Mensa / Mind sowie DGhK, Nachhaltigkeits-Kursanbieter aus dem RENN-, Foodsharing-, NABU-Netzwerken, Anbieter mit Schnupperkursen für Ki/Ju zum Beispiel ADAC Trainingsplätze und Golfclubs, sowie Ferienfreizeit-Anbieter.

Wie solche Akteure und Anbieter sich auf Kijuaa registrieren und wie sie dort Aktivitäten anlegen können, steht auf der Website unter FAQ / Anleitungen. Link: https://kijuaa.de/faq/ 


Weiterführende Links & Quellen:

  • Projekt: https://kijuaa.de
  • Aktionsprogramm „Aufholen“: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/corona-pandemie/aufholen-nach-corona
  • Hackathon: UpdateDeutschland.org

Download der Presse-Info (zip)

Corona-Regeln ab 17. Mai in SH, die Kinder & Jugendliche insbesondere betreffen (Stand: 11.5.2021 sofern der Inzidenzwert unter 100 liegt):

  • Private Zusammenkünfte außerhalb geschlossener Räume sind generell mit bis zu 10 Personen wieder zulässig – also Draußen, am Strand, im Park, auf Sportanlagen.
  • Veranstaltungen im Außenbereich sind wieder für Gruppenaktivitäten bis 25 Teilnehmer zulässig (das gilt NICHT private Feierlichkeiten).
  • Alle Freizeit- und Kultur-Einrichtungen können ihre Außenbereiche öffnen bei Wahrung der Abstände Flächenbeschränkungen analog VSK
  • Für Präsenzunterrichte im Freien finden die Regeln für Sitzungen aus dem VSK Anwendung.
  • Die bestehenden Regelungen für Angebote der Kinder- und Jugendhilfe (10er-Gruppen) werden auf Kinder- & Jugendarbeit (Vereinsarbeit, Kinder- und Jugendtreffs) ausgedehnt.
  • Zudem dürfen diese (analog zur Jugendsport-Ausnahme) außerhalb geschlossener Räume ohne Körperkontakt in festen Gruppen von bis zu 20 Kindern bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, unter Anleitung von bis zu zwei Aufsichtspersonen, zusammenkommen.

Quelle: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/I/_startseite/Artikel2021/II/210504_oeffnungen_mai/210505_oeffnungen_mai_uebersicht.html

Ein Grund zur Freude! Am Samstag bekam das Kijuaa-Team spontane Unterstützung durch Lea van Acken, der aus vielen Filmen und Serien bekannten deutschen Schauspielerin.

Der Verein sii-kids & -talents e.V., Träger von Kijuaa, hat seinen Sitz in Reinfeld, einem Ort direkt vor Lübeck, wo Lea aufgewachsen ist. Aber nicht die Nähe war der Grund für sie, eine Instagram-Story über Kijuaa zu posten … 2019 war Vereinsvorsitzende Susanne mit ihrem Schülerzeitungs-Redaktionsteam von erKant.de bei der Filmpremiere von Abikalypse in Lübeck dabei. Insbesondere eins der Mädchen, von vielen, vielen Kindern und Jugendlichen, denen die Corona-Lockdowns massiv schaden, war damals überglücklich gewesen, weil sie Lea bei der Filmpremiere getroffen und gesprochen hatte (siehe Artikel dazu: https://erkant.de/abikalypse/ ).

Auf jeden Fall fanden Lea und ihr Team die Ideen hinter Kijuaa so schön, dass sie zur Kamera gegriffen und die folgende Insta-Story veröffentlichten. Das Kijuaa-Team hat sich sehr darüber gefreut 🙂

 

 

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