Schon einmal etwas von der Bedürfnispyramide nach Maslow gehört? Diese beruht auf dem 1943 veröffentlichen Modell des US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow., um die (Selbst-) Motivationen von Menschen aufgrund ihrer Bedürfnis-Zufriedenstellung zu beschreiben.

Die menschlichen Bedürfnisse bauen sich nach Maslow stufenweise auf, das heißt: Wenn die unterste Stufe der Bedürfnispyramide (die Grundbedürfnisse) nicht gestillt werden, kann die nächstfolgende und alle weiteren Bedürfnisstufen auch nicht gestillt werden.

Folge ist, dass Menschen sich nicht wohlfühlen, nicht (weiter-) entwickeln, körperlich und/oder seelisch krank werden und sogar komplett verkümmern können.

Die Corona-Lockdowns erlaubten noch nicht einmal das Stillen der Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, wie:

  • Bewegung (im Kinderzimmer am PC sitzen, sitzen, sitzen, kein Sport, kein Schulweg, kein nichts)
  • körperliche Nähe (aus Vorsicht oder wegen Quarantänen, die Oma oder z.B. Freunde nicht sehen oder z.B. umarmen können)
  • und Unversehrheit (Gewalt in Familien, etc.)
  • guten Schlaf (resultierend aus o.g. sowie Angst und Sorgen)

Ohne gestillte Grundbedürfnisse, ergänzt durch Kita- und Schulschließungen, Distanzunterricht, etc. wurden auch die Sicherheits- und Sozialen Bedürfnisse nicht ansatzweise gestillt, wodurch die Stufen 4 und 5 der Bedürfnis-Pyramide komplett undenkbar wurden. Das seit März 2020 – seit mittlerweile mehr als 1 Jahr!

Wie stark und nachhaltig hat die Corona-Pandemie unseren Kindern & Jugendlichen geschadet? Das werden wir jetzt und heute nicht genau sagen können, aber:

Studien zeigen:

„Das Risiko für psychische Auffälligkeiten steigt von rund 18 Prozent vor Corona auf 31 Prozent während der Krise!“ Stand 7/ 2020, wie ist es 2021?

Quelle: UKE-Studie > https://www.uke.de/allgemein/presse/pressemitteilungen/detailseite_96962.html


„Räumliche Enge und fehlende Ausweichmöglichkeiten während der Eindämmungs-Maßnahmen konnten außerdem zu erhöhtem familiärem Stress und gehäufter familiärer Aggression sowie zu häuslicher Gewalt führen.”

Quelle: RKI > https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/Focus/JoHM_04_2020_Psychische_Auswirkungen_COVID-19.pdf?__blob=publicationFile


„Schule und Bildung gehören zu den Grundbedürfnissen der Kinder. Schulschließung bedeutet auch nachteilige Auswirkungen auf die psychosoziale und motorische Entwicklung, Kindeswohlgefährdung, Benachteiligung sozial Schwächerer, Gefährdung von Kindern mit besonderen Bedarfen und aktuelle Beeinträchtigung der Gesundheit der Kinder und Jugendlichen.“

Quelle: DAK > https://www.dakj.de/pressemitteilungen/gemeinsamer-appell-von-kinder-und-jugendaerzt-inn-en-und-lehrkraeften/


„Die spezielle Situation des Jahres (bis Juni 2020) resultierte auch in deutlich höheren Medien-Nutzungszeiten.“ Quelle: JIM-Studie Stand 2020/07 > https://www.mpfs.de/studien/jim-studie/2020/

Wie hat sich die Nutzungszeit seit Sommer 2020 weiter entwickelt? Hinzu kommen Homeschooling – zwischen 3 und 8 Stunden pro Tag; sowie TV oder Streamings gucken, PC-Spiele spielen, etc. In der Summe nicht selten ein „Schreibtischtag“ von 10-16 Stunden.


„Junge Menschen klagen in der Corona-Zeit über psychische Probleme, Vereinsamung und Zukunftsängste. Das gilt besonders für diejenigen mit finanziellen Sorgen. Von der Politik fühlen sie sich im Stich gelassen.“

Quelle: Berterlsmann-Stfitung > https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuellemeldungen/2021/maerz/jugendliche-fuehlen-sich-durch-corona-stark-belastet-und-zu-wenig-gehoert


Mit Kijuaa versuchen wir das zu tun, was Therapeuten uns geraten haben: Kinder und Jugendlichen Perspektiven bieten und immer wieder Etwas anbieten, anbieten, anbieten – in der Hoffnung, dass sie anbeißen und wieder aktiv werden, anstatt computer-/mediensüchtig und/oder depressiv im Kinderzimmer zu sitzen.

Thesen, die wir dazu aufgestellt hatten:

  1. Wir sind uns sicher, dass Kinder & Jugendliche durch die Corona-Lockdowns samt Schulschließungen
    vielschichtig darunter leiden und z.B. Computer-/Mediensüchtig u/o körperlich sowie seelisch (z.B. despressiv) krank
    geworden sind oder es noch werden. Sie brauchen dringend Angebote, die ihnen aus ihrem Corona-Frust heraushelfen.
  2. Wenn diesen Millionen betroffenen Ki / Ju nicht schnellstens tatkräftig und vielseitig geholfen wird, werden deren
    körperlichen u/o seelischen Schäden lange, wenn nicht sogar ihr Leben lang bleiben.

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  1. […] entsetzlich ist das bitte? Relativ sicher (siehe Studien dazu) werden Kinder und Jugendliche nachhaltig die wahren Verlierer der Pandemie sein. Nur haben […]

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